Stawropol 2017

„Im Dschungel der Wahrheit: Filterblasen und Echokammern vs. konstruktiver Diskurs“ – zu diesem Thema fand vom 30. November bis zum 2. Dezember im südrussischen Stawropol das XIV. Deutsch-Russische Medienforum statt.

Seit 2003 organisiert das Deutsch-Russische Forum e.V. einmal jährlich in unterschiedlichen russischen Regionen ein Medienforum für Nachwuchsjournalisten aus Deutschland, Russland, Osteuropa und den GUS-Ländern, um einen fachspezifischen Austausch zu ermöglichen. Das Medienforum 2017 wird von dem Auswärtigen Amt, der Wiese Consult GmbH und der Föderalen Universität Stawropol (Nordkaukasus) unterstützt.

In diesem Jahr nahmen 20 Nachwuchsjournalisten aus Deutschland, Ungarn, der Russischen Föderation, Aserbaidschan und Kasachstan teil. Gemeinsam diskutierten sie mit acht Fachreferenten aus Russland und Deutschland u.a. zu den Themen „Die neue digitale Öffentlichkeit“. „Chancen und Herausforderungen für den Journalismus“ und „Neue publikumsorientierte Ansätze und Formate“.

Eine Einführung in das viertätige Forum an Tag 1 gab Prof. Dr. Andrej Richter, OSZE-Berater für Pressefreiheit und Spezialist für russisches und ausländisches Medienrecht, mit seinem Vortrag über „Internationales Medienrecht und die Besonderheiten zur Regulierung u.a. der russischen Medienlandschaft im digitalen Zeitalter“. Karolin Schwarz, Social-Media-Redakteurin und Hoaxmap-Gründerin sprach in ihrem Vortrag über die Entwicklung von Fake-News im Internet. In einem interaktiven Workshop mit Marius Reichert, Trainer und Korrespondent beim SWR, erfuhren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, was es mit Mobile-Reporting auf sich hat.

Beim Besuch des privaten Fernsehstudios „Svoe TV“ an Tag zwei diskutieren die Teilnehmer mit den Redakteuren über die Verantwortung der Journalisten im digitalen Zeitalter: „Journalismus ist Volksdiplomatie. Es ist gut, dass wir Formate haben, um uns auszutauschen und einander besser zu verstehen“, hieß es. Journalisten müssten einander ohne Misstrauen begegnen. Zuvor hörten die Teilnehmer den Vortrag von Ivan Begtin, Dozent an der Higher School of Economics und Initiator und Direktor der NGO „Informactionnaja kultura“ zum Thema „Der Wandel der Öffentlichkeit und neue Strukturen bei der Informationsbeschaffung im Zuge neuer technologischer Prozesse“.

Beim Besuch von ATV warfen die Teilnehmer einen Blick hinter die Kulissen des lokalen Nachrichtensenders und wurden selbst zum Inhalt der Abendnachrichten. Am Nachmittag besuchten die Teilnehmer den regionalen Fernsehsender ATV. Ljudmila Sokolova, Chefredakteurin von ATV, berichtete über die Aktivitäten des Senders in den sozialen Netzwerken.

Der letzte Tag war dem Thema „Neue publikumsorientierte Ansätze und Formate“ über neue Medienformate und Wege aus der Filterblase“ gewidmet.

In einem interaktiven Workshop mit Marius Reichert, Trainer und Korrespondent beim SWR zu Mobile-Reporting (Methoden und Online-Tools) erstellten die Teilnehmer selbst kleine Video-Reportagen über das Medienforum. Wie man ein und das selbe Ereignis durch Story-Telling aus unterschiedlichen Perspektiven wiedergeben kann, zeigen die Reportagen von Forumsteilnehmer Krisztian Simon.

Das Programm des Medienforums 2017 können Sie hier einsehen. In der Broschüre zum XIV. Deutsch-Russischen Medienforum finden Sie eine Übersicht über die diesjährigen Teilnehmer.

Donnerstag, 30. November
09.00 Begrüßung: Vertreter des Deutsch-Russischen Forums, der Föderalen Universität Stawropol (Nordkaukasus) und der Gastgeber
Themenblock I: Die „neue digitale Öffentlichkeit“. Chancen und Herausforderungen für den Journalismus
09.30 interaktives Kennenlernen
10.00 Einführungsvortrag: Deutsche Medien im Umgang mit der neuen digitalen Öffentlichkeit. (Karolin Schwarz: Social Media Redakteurin, Faktencheckerin und Hoaxmap-Gründerin) 11.00 Kaffeepause
11.15 Einführungsvortrag: Internationales Medienrecht und die Besonderheiten zur Regulierung u.a. der russischen Medienlandschaft im digitalen Zeitalter (Prof. Dr. Andrej Richter: Berater für Fragen der Pressefreiheit bei der OSZE)
12.30 Mittagessen
13.30 Workshop: Einführungsseminar Mobile-Reporting (Methoden und OnlineTools). (Marius Reichert: Trainer und Korrespondent beim SWR )
16.00 Kaffeepause
16.15 Präsentation: Der regionale Fernsehsender ATV und seine Aktivitäten in den sozialen Netzwerken (Ljudmila Sokolova: Chefredakteurin von ATV)
18.00 Öffentliche Podiumsdiskussion: „Im Dschungel der Wahrheit: Filterblasen und Echokammern vs. konstruktiver Diskurs“ – Russische und deutsche Medien im Umgang mit der neuen Öffentlichkeit (Karolin Schwarz, Edith Dietrich, Andrej Richter, Ivan Begtin)

20.00 Empfang für Teilnehmer, Referenten und Gäste

Freitag, 01. Dezember
Themenblock II: Redaktionsbesuche: regionale russische Medien hautnah

09.00 Der Wandel der Öffentlichkeit und neue Strukturen bei der Informationsbeschaffung im Zuge neuer technologischer Prozesse. (Ivan Begtin, Dozent an der Higher School of Economics, Initiator und Direktor der NGO „Informacionnaja kultura“)

10.00 Besuch des privaten Fernsehstudios „Svoe TV“, des staatlichen Fernsehstudios „Rossja 24“, regionalen Büros „Komsomolskaja pravda“ in Stawropol

14.00 Mittagessen

15:00 Exkursion: Besichtigung der Stadt Stawropol

17.00  Evaluation und Auswertung der Besuche

18.00 Abendessen

 

Samstag, 02. Dezember 2017

 

Themenblock III: Neue publikumsorientierte Ansätze und Formate. Vorteile und Risiken

 

09.00 Vortrag: „Gegen den Strich: der Blinkwinkel als Weg aus der Filterblase. (Edith Dietrich: freie Journalistin für den Fernsehsender WDR/ARD)

10.30 Vortrag: Neue Medienformate.  Raus aus den Filterblasen (Prof. Dr. Maria Pilgun: Professorin an der Higher School of Economics)

11.30 Kaffeepause

 11.45 Worldcafé: neue Medien und Formate für mehr Nähe zum Publikum: Erfahrungsaustausch (Mod. Barbara Schacht)

12.30  Mittagspause

 13.30 Präsentation der Ergebnisse

14.30 Seminar: kreative Recherche (Thomas Baumann: Autor von diversen Comedy-Sendungen und Büchern)

16.00  Kaffeepause

16.15  Abschluss und Präsentation der eigenen Reportagen zum Medienforum 2017

18.00  Evaluation des Medienforums 2017: Offene Diskussion, Präsentation neuer Projekte

19.00   Abendessen

 

Sonntag, 03. Dezember 2017  

Abreise oder Eigenrecherchen

Ivan Begtin, Moskau

ist Direktor und Initiator der NGO „Informacionnaja Kultura“ (dt. „Informationskultur“). Seit 19 Jahren arbeitet er als Informationstechniker. Als führender Experte auf dem Gebiet Open Data und Open Government hat er bereits viele gesellschaftliche Projekte wie „GosZatraty“, Fortbildungen zu Open Data und Informationskultur, „Open Data Policing“ und die Initiative für eine verständlichere russische Sprache „Ponjatnyj russkij jazyk“ ins Leben gerufen. Er ist außerdem Vorsitzender des Sachverständigenrats beim Generalstaatsanwalt der Russischen Föderation, Mitglied des Sachverständigenrats des Russischen Föderalen Schatzamtes, des Bürgerrates des russischen Statistikamts Rosstat, des Bürgerrats des Ministeriums der RF für Informationstechnologie und Telekommunikation. Weiterhin ist er im Rat für Open Data der Regierungskommission zur Koordinierung der Tätigkeit von Open Government, im Rat des Ministeriums der RF für Wirtschaft und Handel und im Ausschusses für Bürgerinitiativen tätig. Darüber hinaus ist er Mitglied in folgenden internationalen Organisatoren: Clarity International (PlainLanguage) zur Förderung einer klaren Sprache in Russland) und Open Knowledge Foundation Russland (2011). Er ist Preisträger des Preises „Vlast N4“ in der Kategorie gesellschaftspolitischer Journalismus und des Preises „@pressZvanie“ in der Kategorie „Gefahrenzone“.

 

Edith Dietrich

Gegen den Strich: der Blinkwinkel als Weg aus der Filterblase.

Was macht man, wenn man Slawistik und Soziologie studiert hat? Man wird Journalistin. Seit 1997 arbeitet sie als freie Journalistin für den Fernsehsender WDR/ARD. Hauptsächlich macht sie kurze und lange Filme rund um das Thema Ökonomie. Klingt nicht sexy, birgt aber die echten Geschichten des Lebens in sich: Arbeiter werden ausgebeutet, Firmen machen Profit, Gutverdiener jammern, Bettler verhungern. Egal, welches Thema – der Blickwinkel führt zu den spannenden Geschichten und bringt einen gesellschaftlichen Diskurs.

Außerdem ist sie Dozentin an der HMKW und Mitglied der Initiative Nachrichtenaufklärung.

Kurzer Film: Kinder Tracker – Überwachungs-Apps, GPS-Tracker oder Peilsender: Immer mehr Eltern überwachen ihre Kinder mit den neusten technischen Gadgets. Markt schaut sich die Geräte mal genauer an.

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/markt/video-tracking-app-fuer- kinder-102.html

http://www.daserste.de/information/ratgeber- service/markencheck/videos/markencheck-folge-1-video-102.html

C&A Check 2017. C&A ist eines der größten Modeunternehmen Deutschlands. Knapp 2.000 Filialen hat C&A heute in 21 Ländern, die meisten davon in Deutschland. Wir nehmen das Unternehmen genau unter die Lupe. Wie gut ist die Qualität der Kleidung? Wie stylish sind die Produkte? Ist wirklich bio drin, wo bio draufsteht? Und wie sieht es bei C&A mit der Fairness aus?

https://www.youtube.com/watch?v=13n9i7FT2B0

Das Experiment: Mit wie wenig kann ich leben? 2016 Ist Jammern angesagt, oder muss man sich im Alltag einfach ein bisschen umstellen – Vier Wochen macht eine Familie ein Spar Experiment.

http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/geldcheck/sendung/der-geld- check-folge-3-102.html

Der Geld Check – Wer verdient, was er verdient? – 2016

Kaum ein Geheimnis wird in Deutschland so streng gehütet wie das eigene Gehalt. Sorgt das eher für Misstrauen oder dafür, dass kein Neid aufkommen kann? Kann ein Vorstandschef jeden Tag tatsächlich so viel leisten wie 300 Kolleginnen und Kollegen am Band? Wie viel hat das Einkommen mit der persönlichen Leistung zu tun und wie lässt sich der volkswirtschaftliche Wert einer Arbeitsleistung überhaupt ermitteln? Diesen und mehr Fragen geht „Geld-Check“ nach.

http://www.derblindefleck.de – Initiative Nachrichtenaufklärung – Vernachlässigte Themen, die bewusst/versehentlich unter den Teppich gekehrt werden, jedoch gesellschaftliche Relevanz haben.

 

Marius Reichert, Berlin

Marius Reichert studierte Journalistik, Politikwissenschaft und Medienrecht an der Technischen Universität Dortmund. Parallel ließ er sich zum Medientrainer ausbilden. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er beim ZDF. Während seines Volontariates arbeitet er hauptsächlich in aktuellen Fernsehredaktionen in Mainz, Düsseldorf und Berlin. Drehreisen führten ihn als VJ in die USA, nach Mexiko und Südafrika. Er arbeitet als Trimedialer Korrespondent beim SWR.

 

Andrej Richter, Wien

ist Berater und früherer Leiter des Büros der OSZE-Beauftragten für die Freiheit der Medien. Als Professor und Doktor der Philologie, war er verantwortlich für die   Abteilung für Geschichte und rechtliche Regulierung der nationalen Medien der Journalistischen Fakultät an der Staatlichen Universität Moskau. Er hielt Vorlesungen zur „Rechtsgrundlagen des Journalismus“ und leitete Kurse zum internationalen Journalismus. Er hat über 200 Texte publiziert.

Er ist Experte für Nationales und Internationales Medienrecht sowie der postsowjetischen Staaten und Autor des Buches „Freiheit der Massenmedien im postsowjetischen Raum“ (Moskau, 2007).

 

Karolin Schwarz, Berlin

Karolin Schwarz ist freie Journalistin, Faktencheckerin und Social Media Redakteurin. Zu ihren beruflichen Stationen gehören die Leipziger Volkszeitung, das investigative Webvideoformat Jäger & Sammler (funk) und das Recherchebüro Correctiv. Im Februar 2016 initiierte sie das Projekt Hoaxmap. Sie aggregiert widerlegte Falschmeldungen über Geflüchtete und wurde gemeinsam mit ihrem Mitstreiter Lutz Helm unter anderem für den Grimme Online Award und den Journalistenpreis Der lange Atem nominiert.

 

Prof. Dr. Maria Pilgun, Moskau

ist Doktor der Philologie und Professorin an der Higher School of Economics in Moskau sowie Leiterin des Masterstudiengangs “Datenjournalismus”. Sie arbeitete als Gastprofessorin an der Universität Bologna (Italien), an der Universität Chieti-Pescara (Italien), an der Schule Centro Prolingua in Rom (Italien) und an der Chinesischen Kultur­Universität (Taiwan, Taipeh). Ihre beruflichen Interessen liegen in den Bereichen Medientechnologie, Datenjournalismus, Medientexte, Content Marketing und Besonderheiten effizienter Kommunikation.

 

Ljudmila Sokolova, Stawropol

ist Geschäftsführerin des regionalen Fernsehsenders ATV in Stawropol und Mitglied des Russischen Journalistenverbands. Seit 1998 arbeitet sie für Fernsehmedien als » “ Regisseurin für Werbeprogramme, Produzentin und Leiterin des Morgenprogramms.

Seit 8 Jahren ist sie als Chefredakteurin tätig. Ihr Studium (Lehramt für die russische Sprache und Literatur) hat sie 1996 an Philologischen Fakultät der Staatlichen

Universität in Stawropol absolviert. Weitere Stationen ihrer Ausbildung waren das Moskauer Staatliche Luftfahrtinstitut (Nationale Forschungsuniversität Russlands) und (2005) die Fakultät zur professionellen Vorbereitung auf das Präsidenten­Programm zur Ausbildung von Führungskräften der Russischen Föderation (im Bereich Management). Sie erwarb zudem eine Zusatzqualifikation im Bereich Fernsehproduktion und Fernsehmanagement. Sie erhielt den ersten Preis für eine Werbespot-Serie auf dem Internationalen Moskauer Festival für Werbung, eine Auszeichnung beim dem Wettbewerb BDA World Gold für das Projekt „Rebranding ATV-Stawropol“ 2004 und zwei Mal den russischen Fernsehpreis „Tefi-Region“. Sie interessiert sich vor allem für Branding und Journalismus in den neuen Medien.

 

Thomas Baumann, Köln

hat bei seinen Sachbuchrecherchen mit Perspektiven gespielt und vermeintlich unterschiedliche Fallhöhen genutzt. Bereits als Rockjournalist scheute er nie das Zusammenbrechen des Interviews auf halber Strecke. Mit gesunder Respektlosigkeit verfasste er neben „Die spinnen, die Deutschen“ weitere sechs Sachbücher, die sich häufig um das Thema Reisen drehen. Beobachtungsbereitschaft und der Mut zum Scheitern in der Ödnis der Realität gepaart mit Selbstironie machen seine Texte lesenswert.“ (und Dolmetscher wahnsinnig)

Julius Bauer, Köln

war nach diversen Hospitanzen bei einigen deutschen Fernsehsendern und Produktionsfirmen, zuletzt vier Monate bei novastan.org, einem deutsch/französischen Onlinemagazin über Zentralasien mit Sitz in Bishkek als Chefredakteur tätig. Neben dem redaktionellen Tagesgeschäft hat er sich dort vor allem einem professionelleren Auftreten novastans auf Youtube gewidmet, die Videos an die Corporate Identity des Magazins angeglichen und auch Videos selbst produziert. Auch in Zukunft möchte er im russischsprachigen Raum tätig sein. Um sich nach dem Journalismus-Studium in Köln zu spezialisieren, studiert er nun im Master Business Administration an der Hochschule

Mainz.

Юлиус Бауэр, Кёльн

После нескольких стажировок на различных телеканалах и в фирмах четыре месяца работал главным редактором в novastan.org, немецко-французском интернет-издании о Центральной Азии с офисом в Бишкеке. Помимо традиционной редакционной работы, занимался профессиональными выпусками телеканала «новостана» на Ютюбе, где публиковал видео информационного и рекламного характера. В будущем он также планирует работать в русскоязычном пространстве. Чтобы получить дополнительную квалификацию в дополнение к журналистскому образованию, учится по магистерской программе бизнес- администрирования в Высшей школе Майнца.

Ivan Bevz, Moskau

ist Journalist und Fotograf aus Moskau. Er hat das Studium an der Philologische Fakultät der Moskauer Staatlichen Lomonossow-Universität absolviert und an der Universität Rostock Kommunikations- und Medienwissenschaft studiert. Er entwickelt zurzeit ein Storytelling-Projekt und versucht neue Mediengenres im russischen Internet zu popularisieren.

 

 

Uliana Bondarenko, Moskau

ist 1997 in Syktywkar, Hauptstadt der Komi Republik, im Norden Russlands geboren. Dort hat sie eine Schule mit erweitertem Deutschunterricht absolviert. Zurzeit studiert sie deutschsprachige Medien an der Russischen Staatlichen Universität für Geistwissenschaften. Sie lernte in zwei deutschen Gymnasien. Im Wintersemester 2016/17 war sie für ein Austauschstudium an der Humboldt Universität in Berlin (Medienwissenschaft). Dort nahm sie an einem pädagogischen Seminar vom DAAD teil, „Europa macht Schule“. Jetzt arbeitet Uliana als Redakteurin in der Nachrichten-Abteilung der Moskauer Internetzeitung „The Village“ und schreibt Artikel über Moskau und Russland, über das Essen, verschiedene Unterhaltungsmöglichkeiten, wichtige Ereignisse, das soziale und politische Leben sowie über bedeutsame Änderungen in Moskau und in Russland.

 

Gulden Ospanova

Gulden studierte Germanistik (B.A.) und Simultandolmetschen (M.A.) an der Weltsprachenuniversität in Almaty. Sie nahm 2016 am dreimonatigen Programm „Journalisten International“ in Berlin teil und absolvierte ein Praktikum bei der Tageszeitung „Potsdamer Neueste Nachrichten“. Dabei nutzte sie die Gelegenheit, in der breiten thematischen Vielfalt der Lokal-Berichterstattung zu lernen. Zurzeit arbeitet sie als Journalistin in DSH Company in Almaty.

 

 

Ismayil Fataliyev, Baku

ist 1987 in Baku (Aserbaidschan) geboren. Er studierte Internationale Beziehungen an der Akademie für Öffentlichen Dienst unter dem Präsidenten der Republik Aserbaidschan und schloss seinen Masterstudiengang in der Fachrichtung Diplomatie an der Slawischen Universität Baku ab. Seit 2010 ist er als Journalist tätig. Er arbeitete für verschiedene nationale Fernsehsender und ist zurzeit als Redakteur für die Internetausgabe von report.az tätig. Außerdem ist er Mitglied des Aserbaidschanischen Journalistenverbandes.

Berichte aus Krisengebieten bilden den Schwerpunkt seiner Arbeit.

 Alexander Hartwig, Dormagen

ist 21 Jahre alt und studiert im dritten Semester Journalismus und Unternehmenskommunikation an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft (HMKW) in Köln. Nach dem Abitur folgten ein kurzes „Freiwilliges Soziales Jahr“, welches dann nach 4,5 Monaten endete und ein etwas längerer „Kurzurlaub“ in Australien/Indonesien (um die Sprachkenntnisse zu verbessern). Nach dieser Reise absolvierte er ein Praktikum beim Neusser Lokalradiosender NE-WS 89.4, bei dem er bis heute, neben dem Studium, als freier Mitarbeiter und Reporter tätig ist.

Christopher Braemer, Frankfurt (Oder)

Geb. 1991 in Frankfurt (Oder), wo er seit Oktober 2017 ein crossmediales Volontariat bei der Märkischen Oderzeitung absolviert. Davor war er Redakteur bei der Moskauer Deutschen Zeitung. Bediente als freier Journalist aus Moskau diverse Medien, u.a. Deutsche Welle und Neues Deutschland. Beschäftigt sich v. a. mit politischen und wirtschaftlichen Themen, Religion und Soziales. Er schreibt in seiner Freizeit über das (Nacht-)leben in Russland, z.B. als Co-Autor des neuen Marco Polo Moskau, der 2018 erscheint. Seine zweite Liebe ist Zentralasien, wo er diesen Sommer auf der Expo und 2014 für eine politische Stiftung tätig war. Er studierte Politik und Wirtschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit mehreren Studienaufenthalten in Russland. Im Anschluss absolvierte er Osteuropa als Doppelmaster in Bologna und St. Petersburg. Seine Abschlussarbeit schrieb er über hybride Kriegsführung in russischen und amerikanischen Medien. Er war vor und während seines Studiums für verschiedene Medien tätig, v. a. als fester Freier für den Nordkurier und die Mitteldeutsche Zeitung.

 

Annette Kammerer, Hamburg

(25) volontiert seit August beim Norddeutschen Rundfunk (NDR). Davor hat sie zwei Jahre lang als freie Journalistin aus London berichtet und für das ARD Studio, den Deutschlandfunk und Spiegel Online gearbeitet. Im Winter 2016 war sie als Marion Dönhoff Stipendiatin (IJP) bei der Nowaja Gazeta und hat aus Moskau für deutsche Medien berichtet.

 

Juliane Jaschnow, Leipzig

ist Filmemacherin und Fotografin. Seit 2012 arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für die Websendung „Heute im Osten“ des Mitteldeutschen Rundfunks und seit 2001 ist sie Redaktionsmitglied der deutsch-russischen Jugendzeitschriften Po-Svetu und Mosty. Nach dem Bachelor im Fach Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Universität Leipzig, folgte ein Studium in den Bereichen Fotografie und Film an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Während des Studiums verbrachte sie jeweils ein Semester an der Journalistischen Fakultät der Moskauer Staatlichen Lomonossov-Universität an der journalistischen Fakultät und an der Akademie der Bildenden Künste im Bereich Dokumentarfilm. Juliane Jaschnow ist Absolventin der Professional Media Master Class für Dokumentarfilm (2014) und des PMMC Lab (2015/2016) der werkleitz Gesellschaft Halle (Saale). Sie ist Mitglied der Filmischen Initiative Leipzig FILZ.

 

 

Kornelia Kiss, Budapest

ist Journalistin bei der ungarischen überregionalen Tageszeitung Magyar Nemzet in Budapest. Sie hat zu zahlreichen Themen Beiträge publiziert. Als freie Journalistin hat sie inzwischen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Produktionsfirma S-Wok International an der Ungarisch-Serbischen Grenze Fernsehberichte über die Flüchtlingswelle 2015/16 gedreht. Ihr Jurastudium hat sie 2011 in Ungarn abgeschlossen. Sie hat diverse Journalistenseminare und berufliche Weiterbildungen in Deutschland absolviert.

Artur Lebedew, Stuttgart

ist in Kirgisistan aufgewachsen und studierte Politik, Wirtschaft und Philosophie in Süddeutschland und Spanien. Er absolvierte das Ausbildungsprogramm der journalistischen Nachwuchsförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nachdem er bei Kommunikations-Agenturen in Berlin gearbeitet hatte, nahm er seine Arbeit als Journalist bei der Stuttgarter Zeitung auf. Zu seinen Themen gehören Wirtschaft und internationale Politik. Er interessiert sich für Europa und eine faire Wirtschaftsordnung.

 

Ksenia Sabinina, Moskau

ist in Stawropol geboren. Zurzeit studiert sie Journalismus und Medienwirtschaft an der Moskauer Staatlichen Universität. 2015 arbeitete sie für Mode-Magazine, doch dann verstand sie, dass es die Welt nicht verbessert. Während ihres Praktikums bei der Internetzeitung «Komsomolskaja Prawda im Nordkaukasus» beleuchtet sie Probleme an Schulen in der Region. 2017 schrieb sie Nachrichten für das soziale Medium «Mediazone» und nahm am Projekt «Menschen-Medien-Demokratie» teil. Diesen Sommer absolvierte sie ein Praktikum bei der Redaktion von „Global Press Nachrichten­Agentur und Informationsdienste“.

 

Krisztian Simon, Budapest

ist Promovend an der Freien Universität Berlin, wo er sich mit der Nachhaltigkeit der Medien News beschäftigt. Er unterrichtet zurzeit Mediensysteme an der ELTE Universität Budapest. Davor war er stellvertretender Chefredakteur beim Green European Journal und arbeitete in der Entwicklungshilfe in Laos und Kirgisistan. Er war Stipendiat der Robert Bosch Stiftung in Berlin und erhielt mehrere Preise für seine journalistische Tätigkeit in Ungarn. Er schreibt seit 2005 für verschiedene ungarisch-, deutsch- und englischsprachige Medien.

 

 

Maike Verlaat, St. Petersburg

ist 1990 in Hamburg geboren, aber hat bis jetzt in sieben Städten und in vier Ländern gelebt. Bevor sie sich endgültig auf den Journalismus konzentrierte, arbeitete sie im Bereich Online Marketing, PR und Wirtschaftsförderung. Derzeit studiert sie Internationalen Journalismus & Global Communication im Doppelmasterstudiengang an der Staatlichen Universität St. Petersburg und der FU Berlin. Seit Anfang des Jahres arbeitet sie als freie Journalistin für die TV-Nachrichten der Deutschen Welle und versucht – mit DAAD-Stipendium im Gepäck – auch in Russland ihre ersten eigenen Beiträge zu drehen.

 

Alexander Tschernyschev, Moskau

ist Masterstudent an der Journalistischen Fakultät des Moskauer Staatlichen Instituts für Internationale Beziehungen. Derzeit schreibt er eine Dissertation über die Berichterstattung rund um den Bundestagswahlkampf 2017 in deutschen Medien. Seit zwei Jahren ist er als freier Journalist der Medien „Takie Dela“, „News.ru“ und „Euro­pulse“ tätig. Alexander beschäftigt sich meistens mit sozialen Themen in Hinblick auf Trends und Probleme innerhalb der Gesellschaft. Die deutsche Sprache lernt er seit der 2. Klasse, hat an vielen Austauschprogrammen sowie am Journalistenpraktikum in Deutschland teilgenommen.

 

Antonina Nikulina, Novosibirsk

studiert Journalistik an der Staatlichen Universität Novosibirsk. Seit 2015 arbeitet sie für das Internet-Portal «Sib.fm» und schreibt Artikel über soziale und wirtschaftliche Themen. Im Sommer 2016 hat Antonina am Journalistenpraktikum in Deutschland teilgenommen, das vom Deutsch-Russischen Forum e.V. organisiert wurde. Sie hat dieses Praktikum in den Redaktionen (Politische Nachrichten, Online-Redaktion und «Corso – Kunst & Pop») beim «Deutschlandfunk» in Köln absolviert. Sie interessiert sich für Internationale Politik, soziale und wirtschaftliche Themen.

 

Nina Pogrebnaja, Stawropol

studiert Journalistik an der Nordkaukasischen Föderalen Universität in Stawropol. Im Sommer 2017 hat sie das Journalistenpraktikum beim NDR in Hamburg absolviert. Nina interessiert sich für die Geschichte des Journalismus, vor allem für die Geschichte der deutschen Presse. Sie arbeitet seit 2012 als Journalistin. Sie war als freie Journalistin und Fotokorrespondentin bei „Wetschernij Stavropol“, „Daily Stavropol“ und landscrona.ru tätig. Ende Oktober nahm sie an den Seminaren des „Deutsch-Russischen Austauschs“ und „Football fan-cultur in open society“ teil.

 

Anna Ponomareva, Moskau

Dolmetscherin, Übersetzerin, Journalistin. Dolmetschte für die Österreichische Botschaft, das Landwirtschaftsministerium des Russlands, REWE Group u.v.a.m. Studierte Philologie an der Russischen Sozial-Staatsuniversität in Moskau an der Aspirantur. Absolvierte Akademie für die Journalistik „KOMMESANT“, leistete das Praktikum in STERN in Rahmen von Deutsch-Russischen Forum ab. Im Jahre 2012 wurde eine von Mitgründern der unabhängigen Zeitschrift BRIGHT ( brightmagazine.ru ).

 

Julia Boxler, Moskau

Derzeit Stipendiatin des Marion Gräfin Dönhoff Journalistenstipendiums in Moskau bei dem Fernsehsender Doschd. Sie lebte in Berlin, Almaty, Dresden, Strasbourg und Paris und ist in den Bereichen Journalismus, Film, Kultur und Kunst tätig. Neben Erfahrungen in verschiedensten Medienformaten (Medien unter Zensur, Minderheitenmedien, Online-, Social Media-, Print- und Video-Journalismus), war sie gleichzeitig Expertin bzw. Teilnehmerin zahlreicher Seminare und Veranstaltungen zu aktuellen journalistischen Themen in Deutschland und Zentralasien/Osteuropa. In ihrer zweijährigen Entsendung des Instituts für Auslandsbeziehungen als Kulturredakteurin nach Almaty/Kasachstan arbeitete sie zusätzlich im Bereich journalistischer Weiterbildung (Social Journalism, Social Video etc.).

Ihren Master Europäische Medienwissenschaft an der Universität Potsdam schloss sie mit ihrem in Kasachstan gedrehten Dokumentarfilm ab. Geboren und aufgewachsen in Kasachstan, interessiert sie sich für das Thema zeitgenössischer multikultureller Identitätsformate und einen interdisziplinären Zugang zu Herausforderungen einer globalisierten Welt, nicht zuletzt bei den aktuell diskutierten Tendenzen des Journalismus.

 

Viktorija Mokrecova, Kaliningrad

studierte Journalismus und Europastudien an der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Zurzeit wohnt sie in Kaliningrad und ist als freie Journalistin tätig. Sie schreibt über sozialpolitische Themen für russische und internationale Medien. Viktoria sammelte viele Erfahrungen als Praktikantin bei Der Welt, Flensburger Tageblatt und Nordwest-Zeitung in Deutschland. Außerdem hat sie bei Houston Chronicle in den USA hospitiert.

 

Organisatoren / организаторы

Dr. Artem Lysenko, Moskau

absolvierte sein Studium an der Journalistischen Fakultät der Staatlichen Universität Moskau. Er schrieb seine Doktorarbeit zur Evolution der russischsprachigen Presse in Berlin während der Weimarer Republik. Er ist zudem Autor von zwei Büchern „Stimme aus dem Exil“ und „Stopp in Missouri“. Seit 2000 unterrichtet er Geschichte der Journalistik sowie Geschichte der Weltliteratur des 20. Jahrhunderts an der Journalistischen Fakultät der Staatlichen Universität Moskau. Er studierte in Deutschland, Holland und den USA. Seit 2001 ist er Projektleiter des Alumni-Netzwerkes „hallo deutschland!“ des Deutsch-Russischen Forums e.V. an der Deutschen Botschaft in Moskau.

 

Olga Lepilkina, Stawropol

ist Doktor der Philologie, Professorin und Leiterin des Instituts für Journalistik der Nordkaukasischen Föderalen Universität Stawropol, Mitglied im Sachverständigenrat der Höheren Attestationskommission der Russischen Föderation, Mitglied des Russischen Journalistenverbands, der Nationalen Vereinigung von Medienwissenschaftlern und des interinstitutionellen Beirats der Gebietsadministration von Stawropol zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus durch neue Technologien. Sie ist ebenfalls Preisträgerin des Internationalen Nevski-Preis von St. Petersburg in der der Kategorie „Theorie“ im Bereich Journalistik und Massenmedien.

 

Nadezhda Borisenko, Stawropol

ist Assistentin am Institut für Journalistik der Nordkaukasischen Föderalen Universität in Stawropol und Mitglied des Russischen Journalistenverbands. Sie absolvierte den zweisprachigen Masterstudiengang „Internationaler Journalismus“ ebenfalls an dieser Universität. 2017 begann sie den Aufbaustudiengang in der Fachrichtung Philosophie, Ethik- und Religionswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialphilosophie. Außerdem ist sie Mitglied des Auswahlkomitees der journalistischen Studentenolympiade, die in Tomsk stattfindet.

 

Julia Kletz, Stawropol

hat in der Fachrichtung Philologie promoviert. Sie ist Dozentin am Institut für Journalistik der Nordkaukasischen Föderalen Universität in Stawropol und Spezialistin im Bereich der kreativen journalistischen Arbeit.

 

 

Barbara Schacht, Jena

studierte Slawistik, Germanistik und Politikwissenschaft (M.A.) an der Friedrich- Schiller-Universität in Jena und an der Moskauer Staatlichen Universität. Sie ist als Lehrkraft für DaZ in Integrations- und berufsbezogenen Fachsprachkursen sowie als Projektkoordinatorin tätig. Seit 2012 unterstützt Sie das „hallo deutschland!“-Team u.a. mit der Organisation und Durchführung des Medienforums.

 

Julia Löffler

Studentin Russischer, Spanischer und Italienischer Philologie an der Universität in Regensburg. Absolvierte im Sommer 2017 die Ausbildung in Mehrsprachigkeitsberatung, die sich der Kommunikation in multilingualen Kontexten zwischen Kulturen und Gesellschaften widmet. Im Rahmen der IT-Ausbildung belegte die Kurse in Bereich Digitaler Journalismus, Sozial Software und Öffentlichkeitsarbeit. Momentan Praktikantin beim Deutsch-Russischen-Forum an der deutschen Botschaft in Moskau.

 

 

Dolmetscher/ переводчики

Marina Goiny, St. Petersburg

zweisprachig in der DDR aufgewachsen, war in ihrem Erstberuf Musikerin und im Zweitberuf Regieassistentin beim Dokumentarfilm (u.a. Friedensfilmpreis der Berlinale für „Rodina heisst Heimat“). 2001 zog sie von Berlin nach Sankt Petersburg, arbeitete 7 Jahre lang als Chefdolmetscherin des deutschen Generalkonsulats in Sankt Petersburg, machte sich danach mit der Dolmetscheragentur „altalingua“ selbständig und ist GUS- und deutschlandweit als Simultandolmetscherin im Einsatz. Seit einiger Zeit organisiert Marina Goiny unter dem Label „anotherlanguage“ Bildungsreisen für den russischen Mittelstand nach Deutschland.

Kontakt: marina.goiny@altalingua.ru

 

Igor Lanin, Moskau

Jahrgang 1960. Dolmetscher, Übersetzer. Philologische Fakultät der Moskauer Universität, Maurice-Thorez-Fremdsprachenhochschule, Diplompraktikum an der Humboldt-Universität in Berlin. Unterrichtete an der Moskauer Linguistischen Universität (MGLU) und der Russischen Universität für Geisteswissenschaften (RGGU). Dolmetschte für den Deutschen Bundestag, die Deutsche Botschaft, Gasprom und AHK in Moskau, Michail Gorbatschow, ZDF, Sender Freies Berlin, «Stern», «Spiegel», «Profil», NTV, MDR, «Stimme Rußlands» u.v.a.m. Übersetzte Prosa von Gert Hoffmann, Jörg Mauthe, Cees Nooteboom, Thomas Brussig, Elfriede Jelinek u.a.